Insiderinformation gem. Art. 17 MAR / Ad-hoc-Mitteilung

Valora Effekten Handel AG

Insiderinformation gem. Art. 17 MAR / Ad-hoc-Mitteilung

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VALORA EFFEKTEN HANDEL AG, Ettlingen (WKN 760 010 / ISIN DE0007600108)

Geschäftsverlauf im 1. Halbjahr 2019, Änderung der Planzahlen

Mit einem ungeprüften Umsatz von 3,27 Mio. EUR (Vj. 5,4 Mio. EUR) verlief das Geschäft im ersten Halbjahr leicht über Plan, so dass wir damit rechnen, dass wir die Planzahlen für den Umsatz mit 5-6 Mio. EUR erreichen werden.

Die Planzahlen im Jahresüberschuss müssen wir leider aufgrund diverser Punkte (siehe unten) auf ein ausgeglichenes Ergebnis reduzieren. Aktuell verzeichnen wir einen ungeprüften Halbjahresverlust in Höhe von rund 106.000 EUR (Vj -68.000 EUR).

Die Ursachen hierfür sind folgende:

1.)    Die Beratungskosten, insbesondere im Zusammenhang mit der Hauptversammlung, sind aufgrund der Angriffe der sog. „Reich-Gruppe“ immer noch extrem hoch. Allein die Rechts-beratungskosten belaufen sich im ersten Halbjahr auf rund 65.000 EUR. Zusammen mit den weiteren Nebenkosten der Hauptversammlung sprechen wir von rund 85.000 EUR, die direkt den Abwehrmaßnahmen zuzuordnen sind.

2.)    Fünf Rechtsverfahren mit der sog. „Reich-Gruppe“ sind anhängig und werden weitere Rechtsberatungskosten verursachen, wobei vier Verfahren aus den Jahren 2017 und 2018 stammen und uns heute ein weiteres zugestellt wurde (Antrag auf Auskunftserteilung).

3.)    Nach dem Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) aktivieren wir 50% der stillen Reserven im Handelsbuch. Da sich diese stillen Reserven stichtagsbezogen aufgrund gefallener Kurse um rund 12.000 EUR reduziert haben, müssen wir in dieser Position rund 6.000 EUR abschreiben.

4.)    Im ersten Halbjahr hatten wir stichtagsbezogen auf Wertpapiere eine saldierte Zuschreibung in Höhe von rund 2.000 EUR. Im 1. Quartal hatten wir noch saldierte Zuschreibungen in Höhe von rund 80.000 EUR.

5.)    Aufgrund sozialversicherungsrechtlicher Zahlungsverpflichtungen wurde eine Rückstellung in Höhe von 20.000 EUR gebildet.

Fazit: Die Zu-/Abschreibungen der stillen Reserven nach BilMoG sowie die Zu-/Abschreibungen auf unsere Wertpapierbestände sind Momentaufnahmen und naturgemäß nicht planbar. Das grundsätzliche Problem sind die permanenten Kosten zur Abwehr der Angriffe durch die sog. „Reich-Gruppe“. Diese Verfahren ziehen sich über Jahre und werden das Ergebnis weiterhin belasten.

Für 2019 planen wir Umsätze in Höhe von 5-6 Mio. EUR und mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis vor eventueller Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken". Die Anzahl der öffentlichen Kaufangebote über unser Haus, die Wertentwicklung unserer Beteiligungs-positionen und die aktuell nicht kalkulierbaren Kosten für die Rechtsberatung werden hierbei eine wichtige Rolle spielen.

Liquiditätsrisiken sind aufgrund der hohen Eigenkapitalfinanzierung für das Geschäftsjahr 2019 nicht erkennbar.

Klaus Helffenstein – Vorstand